
Da der Sparhaushalt mitten auf dem Lande zu Hause ist - weit abgeschlagen von den meisten Einkaufsmöglichkeiten - gibt es bei uns nur einmal pro Woche einen Großeinkauf.
Um Wege (Zeit, Benzin und damit Benzin - Geld) zu sparen und nicht 2 Mal los zu müssen, haben wir uns angewöhnt, einen Einkaufszettel zu schreiben.
Im Geschäft
trainiere ich dann erst einmal mein Kurzzeitgedächtnis und versuche alles ohne Zettel zusammen zu bekommen. Bevor ich an die Kasse fahre, mache ich aber eine kurze Endkontrolle mit dem Einkaufszettel.
Wenn man alles eingekauft und erledigt hat, was auf dem Zettel steht, müsste - rein theoretisch - alles Notwendige im Haushalt vorhanden sein. Trotzdem stehe ich manchmal in der Küche und irgendetwas fehlt. Das Problem: ich bin nicht der Einzige im Haushalt, der unsere Vorräte plündert. Dann fehlen manchmal ganz einfach ein paar Dinge, die nicht auf dem Einkaufszettel standen.

Seit der Familienrat zu diesem Thema getagt hat, hängt mitten in der Küche ein Notizblock. Jeder der von irgendetwas das letzte oder vorletzte Stück raus
nimmt, muss es auf den Zettel schreiben. Das klappt zwar nicht
immer, aber immer öfter.
Als unser Nachwuchs noch nicht schreiben konnte, bekam er den Auftrag dann so lange zu nerven, bis einer der Erwachsenen es aufgeschrieben hatte. Erst dachte ich, dass wird vermutlich nicht funktionieren. Aber da es sich gewöhnlich um Kekse, Gummibären oder Limo handelte, wurde ich spätestens im Geschäft daran erinnert, dass das auch alle war.
Das geht, wenn Sie sich dadurch doppelte Wege und damit das Geld für's Benzin sparen.
Das spart nicht wirklich Geld, wenn Sie hoffen damit teure Spontankäufe zu vermeiden. Da hilft nämlich kein Zettel, sondern nur Ihr fester Wille. Sie können zwar immer wieder versuchen, nicht mehr einzupacken, als auf dem Zettel steht. Doch der Handel wir immer alles dafür tun, Sie zu
überzeugen, dass Sie dieses und jenes auch noch dringend brauchen. Und das können die Märkte super - nicht umsonst nennt man sie Supermärkte.
Der Sparhaushalt sieht das mit dem Geld sparen sowieso etwas anders: wenn Sie ein Sonderangebot sehen, dass wirklich billiger ist und sonst von Ihnen auch gebraucht und gekauft werden würde (nur später), dann kaufen Sie es gerade jetzt und nicht später, wenn es wieder teurer ist. Der Spareffekt ist - auf lange Sicht gesehen - auf jeden Fall vorhanden.
Halten Sie sich in diesem Falle strikt an Ihren Einkaufszettel, geben Sie auf lange Sicht mehr Geld aus.
Bei vielen Leuten ist das Haushaltsgeld aber so knapp, dass die Menschen gezwungen sind, nur das zu nehmen, was auf dem Zettel steht. Wenn da der Wille schwach wird, kommt man leicht in Teufels Küche und in die Schuldenfalle. Zusätzliche Sonderangebote nutzen ist da gar nicht drin.
Wenn in unserer Haushaltskasse so eine absolute Ebbe ist, behelfen wir uns so: Zettel schreiben, ausrechnen, was es kosten wird, kleinen Aufschlag dazurechnen für eventuelle Preissteigerungen, Kreditkarte zu Hause lassen und nur so viel Geld einstecken, wie ausgerechnet. So haben Sie keine Chance, mehr Geld auszugeben als geplant.
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